TerraNova® Ultra – Besonders umweltschonend: Schadstoffe werden reduziert und sicher entsorgt – und Phosphor zurückgewonnen

Klärschlämme sind zwangsläufig mit zahlreichen Schadstoffen belastet. Neben Schwermetallen, die vorwiegend über das Regenwasser in die Kläranlage eingeleitet werden, finden sich hochgiftige organische Schadstoffe wie z. B. Dioxine, Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Parasiten oder Wurmeier und, in zunehmendem Maß, Arzneimittelrückstände, die sich aufgrund immer besserer Klärverfahren vermehrt in den Schlämmen anreichern.

Die TerraNova® Ultra Technologie der Hydrothermalen Karbonisierung läuft unter Luftabschluss bei ca. 200°C und einem Druck von mehr als 20 bar ab. Der Prozess garantiert, dass die im Klärschlamm enthaltenen Schadstoffe reduziert und sicher entsorgt werden können:

  • Anorganische Schadstoffe wie Schmermetalle werden in der Biokohle gebunden und mit der Verbrennung in geeigneten Anlagen sicher entsorgt
  • Organische Schadstoffverbindungen wie bspw. Arzneimittelrückstände werden zum großen Teil chemisch zerstört und verlieren ihre toxische Wirkung
  • Durch die hohe Temperatur wird der Schlamm sterilisiert, die Krankheitserreger werden zu 100 Prozent abgetötet
  • Eine Neubildung von Dioxinen und Furanen ist im TerraNova®Ultra Verfahren ausgeschlossen

Klärschlamm ist zudem eine bislang weitgehend ungenutzte Quelle für die Rückgewinnung von Nährstoffen wie Stickstoff und Phosphor, beides wertvolle Düngemittel. Durch das TerraNova® Ultra Verfahren wird nun erstmals auf wirtschaftliche Weise ein großer Teil dieser Nährstoffe zurückgewonnen: entweder in Form eines humusbildenden, organischen Düngers oder als Grundstoff für die Düngemittelindustrie. Insbesondere die Phosphorrückgewinnung ist dabei angesichts schwindender natürlicher Ressourcen bei wachsender Nachfrage und steigenden Preisen von besonderer Bedeutung.

Innerhalb des TerraNova® Ultra Verfahrens kann der Phosphor aus dem Klärschlamm gelöst und durch Zugabe von natürlichen Mineralstoffen auf einfache Weise zurückgewonnen werden. Das resultierende Produkt ist ein körniger Phosphordünger, der heute schon die zukünftigen gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Durch den sehr moderaten Einsatz von Chemikalien und den einstufigen Prozess werden sehr geringe spezifische Herstellkosten für den Recycling-Phosphor erreicht.

„Wachstumstests mit TerraNova® Ultra Flüssigdünger zeigten bessere Resultate als kommerzieller Flüssigdünger“

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TerraNova® Ultra – die grüne Energie von Klärschlamm optimal nutzen

TerraNova® Ultra läuft weitestgehend ohne Abgabe schädlicher Klimagase ab – und bei der durch die HTC produzierte Biokohle handelt es sich um einen CO2-neutralen Energieträger, da bei der Verbrennung nur die Menge CO2 freigesetzt wird, die während der Wachstumsphase der Biomasse dem Klimakreislauf entzogen wurde

Daher können Verwerter bei der Verbrennung der Biokohle aus dem TerraNova® Ultra Verfahren mit einer CO2 Gutschrift kalkulieren: Weil ihr Heizwert mit dem der deutschen Braunkohle vergleichbar ist, wird durch die Substitution von Braunkohle durch Biokohle der Ausstoß des in der Braunkohle gebundenen Kohlendioxids deutlich verringert.

Setzt beispielsweise eine Stadt mit 100.000 Einwohnern das TerraNova® Ultra Verfahren auf der Kläranlage ein, wird so die Emission von 1.220 t CO2 pro Jahr vermieden – das ist mehr, als 1 Quadratkilometer Wald der Atmosphäre entziehen kann!

(Bei Substitution von Braunkohle beispielsweise in Zementwerken, 0,36 t CO2/MWh, CO2 Lastschrift des TerraNova® Ultra Verfahrens bereits berücksichtigt)

„In einer Studie für die Stadt Berlin hatte die Hydrothermale Karbonisierung von Klärschlamm das zweithöchste CO2 Einsparpotential aller betrachteten Szenarien“

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